Midterms 2026: Was die Wahl für dein Depot bedeutet – Special | Episode #487
Shownotes
Die Demokraten holen sich den US-Kongress zurück. Was die Midterms für dein Depot, deinen Welt-ETF und den Dollar bedeuten. Jetzt anhören.
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00:00:00: Es waren die Lebenshaltungskosten, die Miete, der Wocheneinkauf, der Strom, Benzin, Geld, das eigene Geld. Da spüren die Menschen dann immer noch am allerallermeisten.
00:00:11: Wer also in der Nacht irgendwas gemacht hat, verkauft, so, ja, hätte da mal wieder genau zum falschen Zeitpunkt verkauft, weil wenige Stunden danach ging es wieder hoch.
00:00:21: Geld bewegt die Weltpolitik und eben nicht nur das Geld von Staaten oder von Konzernen, sondern ganz persönliches Geld auf meinem Konto.
00:00:30: Rechtsextreme Parteien legen nach Finanzkrisen – und Corona war auch eine Finanzkrise, nicht nur, aber auch – legen nach Krisen im Schnitt um rund 30 % zu.
00:00:43: Wir sehen es gerade hier in Deutschland. Wer Angst um seine Existenz hat, wird einfach empfänglicher für einfache Antworten, für Sündenböcke, für autoritäre Versprechen.
00:00:55: Wenn du lernst, wie Geld funktioniert, wenn du unabhängig wirst, wenn du dann dieses Wissen auch weitergibst oder diese Einstellung auch weitergibst, ob jetzt aktiv oder passiv, an deine Kinder, an deine Freundin, allein durch Vorbildfunktion, an deine Kolleginnen, dann ist das eine zutiefst demokratische Arbeit.
00:01:27: Als ich am Mittwochmorgen wach wurde, so um [unverständlich], frag nicht, griff ich sofort zum Handy, wie wahrscheinlich einige von euch, um mir die Wahlergebnisse aus den USA anzuschauen. Und dann war schnell klar, so ein paar Stunden später: Die Demokraten holen sich den Kongress zurück, Repräsentantenhaus und auch den Senat. Super krass, wie ich finde. Und seitdem kommen natürlich auch Fragen, vor allem auch bei uns an: Was heißt das jetzt für Trump?
00:01:54: Kommt jetzt das Impeachment? Und natürlich auch die Frage, die bei uns am meisten reinkommt: Was heißt das jetzt für mein Depot? Muss ich eigentlich irgendwas tun? Was machen die Kurse? Wie ist das Ganze einzuordnen? Und damit, meine Moneypennies, herzlich willkommen zu einer super spontanen Special-Ausgabe von Own it. Nämlich eben genau zu den Midterms. Und was bedeutet das jetzt?
00:02:14: Wie ist es dazu gekommen? Welche Geschichte wurde da auch geschrieben? Was bedeutet das für dein Geld? Und was bedeutet auch Geld für unsere Demokratie ganz am Ende? Also, was ist passiert? Erst mal die Fakten. Die Midterms sind die Zwischenwahlen in der Mitte der Amtszeit eines Präsidenten. Und diesmal war es so, dass die Demokraten beide Kammern gewonnen haben, und zwar ziemlich, ziemlich deutlich.
00:02:41: Ja, die Midterms sind fast immer schwer für die Partei, die gerade regiert. Aber besonders an diesem Wahlergebnis war tatsächlich, wie deutlich es diesmal wurde. Und vor allem auch, wo. In Texas gewinnt zum ersten Mal seit 1993 wieder ein Demokrat einen Senatssitz. Seit 1993 in Texas. Ja, und in Ohio holt Sherrod Brown den Senatssitz zurück, den früher JD Vance hatte.
00:03:16: Okay, und in Kansas gewinnt der Pastor Adam Hamilton gegen den republikanischen Amtsinhaber. Damit gewinnt dort zum ersten Mal seit 1932, seit 1932 in Kansas ein Demokrat eine Senatswahl, fast 100 Jahre später. Absoluter Wahnsinn. Was ich auch besonders schön fand an diesem Wahlausgang, sind
00:03:45: diese Geschichten, die auf den einzelnen Posten auch geschrieben wurden, viele, viele erste Male.
00:03:52: Jetzt habe ich schon erwähnt, dass zum ersten Mal seit Langem mal wieder ein Demokrat irgendwo in den Senat gewählt wurde. Aber das Wahlergebnis zeigt auch sehr, sehr viel Diversität. In Georgia zum Beispiel wird Keisha Lance Bottoms Gouverneurin, und damit ist sie die erste Schwarze Frau in der Geschichte der USA, die einen Bundesstaat regiert. Die erste Schwarze Frau in der Geschichte der USA, die einen Bundesstaat regiert. In New Mexico ist zum ersten Mal eine indigene Frau in diesem Amt.
00:04:32: Unter Biden war sie [unverständlich] schon die erste indigene Ministerin der USA. Und jetzt dieses neue Amt in New Mexico on top. Dazu zieht Peggy Flanagan aus Minnesota als erste indigene Frau in den US-Senat ein. Und in Ohio wird mit Amy Acton erstmals eine Frau Gouverneurin.
00:04:55: Und in Michigan gibt es den ersten muslimischen Senator der USA. Und das geht übrigens quer durch beide Parteien, also in Florida zum Beispiel mit dem Republikaner Byron Donalds zum ersten Mal ein Schwarzer Gouverneur und in Tennessee mit der Republikanerin Marsha Blackburn zum ersten Mal eine Frau. Also über beide Parteien hinweg sehr, sehr schöne Ergebnisse. Ja, und ich habe mir dann auch die Frage gestellt:
00:05:23: Wie kommt es denn jetzt? Woher dieser krasse Shift, bei vielen Republikanern ja offensichtlich auch wieder weg von Donald Trump, hin eher zu einer demokratischen Vorstellung? Was die Menschen in den USA tatsächlich bewegt hat, war ziemlich eindeutig und very, very telling, würde ich mal sagen, also sehr augenöffnend, sehr stellvertretend, sehr, ich nenne es jetzt mal, hands-on.
00:05:52: Es waren die Lebenshaltungskosten, die Miete, der Wocheneinkauf, der Strom, Benzin, Geld, das eigene Geld. Das spüren die Menschen dann immer noch am allerallermeisten. Ja, nicht Epstein, nicht Iran, nicht die Streichung von medizinischer Versorgung, nicht die Steuererleichterungen für die Superreichen, nicht, was Trump noch alles verzapft hat. Nein, die Lebenshaltungskosten. Benzin ist zu teuer. Und das bestätigen nämlich genau verschiedene Umfragen.
00:06:29: Nur 17 % der Erwachsenen fanden es gut, wie Trump mit den Lebenshaltungskosten umgegangen ist. Also ungefähr 82, 83 % fanden es nicht so gut, und zwar überhaupt nicht gut. Trumps Zustimmung liegt nur noch bei 38 %. Das ist der niedrigste Wert eines Präsidenten bei Zwischenwahlen überhaupt. Genauso viele Menschen wie bei den Lebenshaltungskosten
00:06:52: nannten übrigens auch Korruption in der Regierung als sehr, sehr wichtigen Faktor. Also noch mal, ja, das muss man sich mal vorstellen: Die mächtigste Volksvertretung der Welt wird umgekrempelt, und am Ende geht es um die ausschlaggebende Frage. Nicht Geopolitik, nicht Krieg, Frieden, nichts, sondern: Reicht mein Geld am Monatsende? Nicht Iran, nicht Epstein, nicht irgendwas anderes, sondern einfach nur relativ stumpf und, fair enough sozusagen, die Lebenshaltungskosten.
00:07:28: Ja, da kommen wir auch später noch mal drauf zurück. Erst mal: Was heißt das jetzt politisch? Also, Trump bleibt natürlich Präsident bis Januar 2029. Das fragen viele: Wird es ein Amtsenthebungsverfahren geben? Das Repräsentantenhaus kann es zwar eröffnen, aber für eine Verurteilung im Senat braucht es 67 von 100 Stimmen. Das haben die Demokraten bei Weitem nicht. Trump wird also aller Voraussicht nach im Amt bleiben. Was der neue Kongress ab Januar aber kann: Er kann ermitteln. Und die Demokraten haben genau das auch angekündigt, zum Beispiel bei den Epstein-Akten, dem Fall, endlich mal. Ja, Trump bestreitet ja weiterhin jedes Fehlverhalten, obwohl er auf sämtlichen Fotos zu sehen ist.
00:08:12: Aber egal. Ja, angeklagt ist er in diesem Zusammenhang nicht, aber realistisch heißt es hoffentlich immerhin mehr Transparenz. Trump bleibt also Präsident bis 2029. Ab Januar 2027 regiert er aber gegen einen Kongress der anderen Partei. Das heißt, neue große Gesetze, etwa weitere Steuersenkungen oder andere große Gesetze, werden sehr, sehr unwahrscheinlich, weil er jetzt einfach nicht mehr den Durchmarsch machen kann.
00:08:45: Haushaltsstreit und Shutdown-Drohungen werden dagegen realistischer, weil man sich wieder streitet. Zölle und auch viele Dekrete laufen aber weiterhin allein über den Präsidenten. Also da kann er immer noch seinen Schmu machen. Für dein Geld jetzt erst mal, ja, wichtiger ist aber, dass der Senat personelle Veränderungen bestätigen muss, auch im Board der Fed, der US-Notenbank. Das heißt, da kann er jetzt auch nicht irgendwie rumwurschteln, wie er halt so will, sondern auch da wird sicherlich das Augenmerk darauf liegen, diese Notenbank unabhängig zu halten.
00:09:29: Und das ist natürlich für uns als Anlegerinnen gut. Ja, eine unabhängige Notenbank ist einfach ein sehr, sehr wichtiger Baustein in diesem ganzen Finanzsystem. Und was bedeutet das jetzt? Was ist jetzt gelaufen? Was bedeutet das jetzt für das Depot, für dein Geld? Da lohnt sich ein genauerer Blick auf die Wahlnacht. Als klar wurde, dass die Demokraten beide Kammern holen, sind die US-Futures abgerauscht.
00:09:54: Futures sind, vereinfacht gesagt, Vereinbarungen darüber, zu welchem Kurs ein Index, zum Beispiel der S&P 500 oder auch der Nasdaq 100, später gehandelt wird. Das war ja mitten in der Nacht. Ja, da hat die Börse ja nicht auf. Das heißt, man muss dann erst sozusagen am Morgen gucken, wie stehen die Kurse denn jetzt wirklich? Aber diese Futures sind halt Frühindikatoren.
00:10:16: Daran kann man sich ganz gut orientieren, weil die eben fast rund um die Uhr laufen, also auch nachts, wenn die Börse zu hat. Und die Nasdaq-Futures lagen zeitweise mehr als 2 % im Minus. Warum? Die Sorge ist natürlich: strengere Regeln, Regulierung und so weiter für KI, für neue Rechenzentren. Ja, da, wo Trump immer gesagt hat: Let's go, let's go, mach einfach. Dass das stärker reglementiert wird.
00:10:43: Das war also in der Nacht. Und dann am Mittwoch haben die Börsen in New York aufgemacht, und alles ging nach oben. Der S&P hat 1,6 % zugelegt, der Nasdaq 1,4 %, der Dow Jones 3 %. Und das war der beste Tag des Dow Jones seit April 2025. Wer also in der Nacht irgendwas gemacht hat, verkauft, so, ja, hätte da mal wieder genau zum falschen Zeitpunkt verkauft, weil wenige Stunden danach ging es wieder hoch.
00:11:12: Und auch der DAX übrigens hat am Mittwoch 2,2 % zugelegt und steht jetzt kurz vor seinem Rekordhoch vom August. Was man natürlich aber schon noch mal separat betrachten sollte, ist alles rund um KI, Infrastruktur, Rechenzentren und so weiter. Da gibt es einiges, was gefallen ist, eben genau wegen der Sorge vor strengeren Regeln. Und der Ölpreis ist abgerauscht, weil der Markt jetzt mehr Druck erwartet, den Iran-Krieg endlich zu beenden.
00:11:40: Ja, die Ölpreise sind ja hochgeschnellt aufgrund des Iran-Kriegs, aufgrund der schwierigeren Versorgung mit Öl. Und wenn es jetzt zu Frieden kommt, was wir uns ja alle sehr, sehr wünschen, würde das natürlich auch bedeuten, dass Öl wieder günstiger wird. Finden wir auch gut, Benzin und so weiter wird wieder günstiger. Heißt aber auch, der Ölpreis geht dementsprechend runter, und nicht nur an der Tankstelle, sondern natürlich auch an den Börsen. Zwei Sachen, die man jetzt durchaus mal so ein bisschen im Blick haben kann. Erstens der Dollar. Ja, der ist über Nacht schwächer geworden.
00:12:11: Und wenn der Dollar fällt, sind deine US-Aktien in Euro umgerechnet weniger wert. Ja, auch wenn sich der Aktienkurs an sich in Dollar überhaupt nicht bewegt hat.
00:12:22: Aber allein aufgrund des Umrechnungsfaktors, dadurch, dass der schlechter geworden ist, sind dann US-Aktien in Euro gerechnet weniger wert. Aber so ist es halt, und das passiert ja auch zwischendurch immer mal wieder. Zweitens natürlich die hohe Konzentration. Ein breiter, breit gestreuter Welt-ETF hat immer noch einen sehr, sehr großen Anteil, über 70 %, US-Aktien und davon wiederum natürlich einen sehr großen Teil Tech-Aktien.
00:12:49: Und wenn die Werte schwanken, was sie durchaus jetzt auch getan haben, spürst du das natürlich auch in deinem ganz normalen Welt-ETF, weil einfach sehr viel USA drin ist, sehr viel Tech und sehr, sehr viel KI. Und das ist ja mittlerweile alles an Tech und KI, alles hängt ja damit zusammen. Schauen wir mal kurz auf den Bitcoin. Ja, der war vorher auch schon angeschlagen.
00:13:10: In der Wahlnacht ist er ja dann mal kurz Richtung 75.000 Dollar runtergefallen. Mittwoch stand er wieder bei ungefähr 80.000, Donnerstagmorgen stand er da auch noch. Also, ja, alles gut. Es wurde viel Tamtam gemacht, und ja, auch ein paar Sachen sind noch mal abgerauscht zwischendurch, aber wirklich nur für wenige Stunden. Und danach ist es wieder hochgegangen. Und noch etwas, was man aus der Historie lernen kann.
00:13:37: Ein Research-Unternehmen hat sich da mal den S&P 500 angeschaut und sieht, dass er in den zwölf Monaten nach jeden Midterms seit 1950 im Schnitt um rund 15 % zugelegt hat. Das ist jetzt natürlich kein Versprechen für die Zukunft, aber ja, heißt auch: Selbst wenn es zwischendurch mal ein bisschen runtergeht, historisch gesehen hat er dann immer noch richtig gut zugelegt.
00:13:59: Ich finde dieses ganze Spektakel, schon davor, vor den Midterms, dann die Wahlnacht und jetzt auch danach, ist so ein schönes Beispiel für mal wieder: Politische Börsen haben kurze Beine. Was heißt das? Natürlich beeinflusst die Politik die Börse.
00:14:15: Klar, ja, Wahlen beeinflussen das, aber da schwingen natürlich auch sehr, sehr viele Erwartungen mit. Und das, was die Börse wirklich beeinflusst, weil es auch die Unternehmen wirklich beeinflusst und Unternehmenswerte und die Umsätze und die Gewinne wirklich beeinflusst, ist aber eher die Wirtschaft. Corona zum Beispiel, das war kein politisches Ereignis, das war eine Wirtschaftskrise. Oder die Finanzkrise.
00:14:39: Das war eine Wirtschaftskrise. [unverständlich] Ich meine, minus 2 % ist jetzt irgendwie auch nichts, so, ja, wenn man sich das mal so ein bisschen anguckt. Ja, das ist kurz, und dann geht es auch wieder hoch. Genau wie auch der Zoll-Crash unter Trump. Das hat nicht lange gedauert. Dann geht es runter, und dann geht es wieder hoch.
00:14:57: Ja, weil die Lösung irgendwie auch klar war: Er muss es halt wieder zurücknehmen. Das sind Entscheidungen, die dann auch oftmals wieder rückgängig gemacht werden. Dann kann sich das wieder einpendeln, so wie sich ja alles um den Mittelpunkt herumdreht. Also für dich da auch noch mal als Reminder: Ja, wenn du bei so einem Rücksetzer verkaufst, machst du natürlich Verlust.
00:15:20: Ja, aus einem Buchverlust, aus einem fiktionalen digitalen Verlust machst du einen echten Verlust. Und das wollen wir eben natürlich nicht machen. Wir sind ganz entspannt, schauen uns das Spektakel an. Wenn wir überhaupt irgendwas machen, dann nutzen wir solche kleinen Setbacks, um halt reinzugehen, um mal nachzukaufen, um dann eine vernünftige Rendite zu bekommen. Wenn du langfristig Geld anlegst, ja, und
00:15:43: das Geld angelegt hast, das du die nächsten Jahre nicht brauchst,
00:15:46: alles gut. Ja, dann kann es eine super Gelegenheit zum Nachkaufen sein. Dein Sparplan macht das ja sowieso ganz automatisch. Ja, da bekommst du bei niedrigem Kursstand automatisch für den gleichen Betrag einfach mehr Anteile. Und dein Anlagehorizont ist ja natürlich auch hoffentlich länger als eine Legislaturperiode oder nur eine halbe Periode. Also kein To-do an dieser Stelle für uns.
00:16:08: Eigentlich wie immer zum Schluss, und das hatte ich am Anfang schon so ein bisschen eingeleitet, noch mal der Zusammenhang zwischen Geld und Demokratie und dem, wie es den Menschen wirklich geht. Ja, ich habe das am Anfang so ein bisschen salopp gesagt: Es war nicht Epstein, es war nicht Iran, ja, es waren nicht die Steuererleichterungen für die Superreichen, es waren nicht noch 20 andere Gründe, warum Trump diese Werte bekommen hat oder die Republikaner.
00:16:35: Nein, es war: Wie viel Geld habe ich unterm Strich zum Leben? Wie geht es mir als Individuum? Finanziell. Nicht emotional, sondern finanziell, weil eben Finanzen so viel entweder Sicherheit oder Unsicherheit mit sich bringen. Ja, und ich finde es wirklich bezeichnend und auch augenöffnend, dass es von all den Gründen am Ende das Geld ist. Ja, also wie viel Macht steckt da auch drin in dem Geld? Und da aber noch mal Klammer auf, Klammer zu, was mir gerade einfällt.
00:17:09: Ähm, interessant ja auch, dass Elon Musk und viele andere wieder so viel Geld reingepumpt haben in diese Midterms, und trotzdem die Demokraten gewonnen haben. Ja, also man kann am Ende glücklicherweise nicht alles mit Geld kaufen. Aber zurück zum Individuum.
00:17:30: Wir sehen, diese Wahl hat gezeigt: Geld, unser eigenes Geld, unsere eigenen, individuellen Konten, gar nicht, was wir mit unserem Geld tun, sondern einfach nur: Reicht es oder reicht es nicht? Das bewegt die Weltpolitik. Geld bewegt die Weltpolitik und eben nicht nur das Geld von Staaten oder von Konzernen, sondern ganz persönliches Geld auf meinem Konto. Ob die Miete noch reicht, ob der Wocheneinkauf bezahlbar ist, ob ich mir meine Medikamente noch leisten kann, wie hoch meine Heizkosten sind, ja, ob ich den Schulbedarf meiner Kinder noch vernünftig finanzieren kann, ob ich nachts ruhig schlafen kann.
00:18:14: Ja, und da sehen wir, dass natürlich alles andere an Geld andockt: Stress, Gesundheit, Entspannung und eben halt auch Demokratie. Genau diese Fragen haben die mächtigste Volksvertretung der Welt umgekrempelt, und zwar innerhalb von zwei Jahren, innerhalb von kürzester Zeit. Und die Forschung zeigt auch schon seit Langem, dass wirtschaftliche Unsicherheit Demokratien sehr, sehr verwundbar macht. Ökonomen haben sich über 140 Jahre angeschaut, was nach Finanzkrisen passiert. Und ich hatte das Gespräch erst letztens mit einer Freundin, wo wir darüber gesprochen haben.
00:18:58: Ja, aber warum gibt es einen krassen Rechtsruck? Und woher kommt jetzt die AfD plötzlich, so in Anführungsstrichen? Und meine Antwort war klar: die Corona-Krise. Nach Krisen passiert nämlich genau immer das. Und das ist auch das Ergebnis dieser Studien. Rechtsextreme Parteien legen nach Finanzkrisen – und Corona war auch eine Finanzkrise, nicht nur, aber auch – legen nach Krisen im Schnitt um rund 30 % zu.
00:19:27: Wir sehen es gerade hier in Deutschland. Wer Angst um seine Existenz hat, wird einfach empfänglicher für einfache Antworten, für Sündenböcke, für autoritäre Versprechen. Und die deutsche Geschichte kennt das. Und wir sind gerade wieder auch auf genau dem gleichen Weg. Das beleuchte ich ja auch noch mal in meinem Buch „Die Krise liebt Frauen wie dich“. Da geht es ja auch viel um die politischen Zusammenhänge und so weiter.
00:19:55: Also wer da noch mal tiefer eintauchen möchte, da seid ihr mit dem Buch auf jeden Fall an der richtigen Adresse. Und umgekehrt, und das ist die gute Nachricht, gilt aber eben auch: Demokratie wird stabiler, wenn Menschen sich finanziell sicher fühlen. Wer also ihre Finanzen versteht, Puffer hat, Notgroschen hat, ja, eine gewisse Entspanntheit und Sicherheit hat, eine Vorstellung hat von der eigenen Zukunft, eine Planung, eine Vision, ein Ziel, auf das man hinarbeiten kann.
00:20:30: So eine Person lässt sich nicht so leicht Angst machen, die ist einfach gefestigter. Die ist nicht wie so ein Fähnchen im Wind. Wie gesagt, mehr zu diesen Zusammenhängen findet ihr auf jeden Fall in meinem Buch. Und deswegen ist auch das, was wir hier gemeinsam machen bei Madame Moneypenny,
00:20:48: ja, also wir als Unternehmen, als Bewegung Madame Moneypenny, aber auch alle, die das hier mithören und in unseren Programmen in die Umsetzung kommen: Wir gestalten eigentlich Demokratie mit. Als wunderschöner Seiteneffekt. Hier geht es nicht um eine Depotoptimierung oder so. Wenn du lernst, wie Geld funktioniert, wenn du unabhängig wirst, wenn du dann dieses Wissen auch weitergibst oder diese Einstellung auch weitergibst, ob jetzt aktiv oder passiv, an deine Kinder, an deine Freundin, allein durch Vorbildfunktion, an deine Kolleginnen, dann ist das eine zutiefst demokratische Arbeit, die wir leisten.
00:21:36: Als Madame Moneypenny, als Unternehmen, mein ganzes Team, [unverständlich], du, ja, jede Einzelne von euch leistet das auch. Denn jede finanziell souveräne, eigenständige, gefestigte Frau macht auch Männer, ja, macht unsere Gesellschaft Stück für Stück widerstandsfähiger, weil wir eben als Individuen nicht so leicht kippen. Weil wir uns sicher fühlen, sicherer fühlen, zum Beispiel vor allem auch durch unser Geld.
00:22:09: Weil dieses Geld uns so viele Möglichkeiten gibt, so viele Entscheidungsmöglichkeiten, so viel Gestaltungsfreiraum. Weil wir eben nicht mit dem Rücken zur Wand stehen, sondern uns ein Backup gebaut haben und wissen, worauf es ankommt, und die Kontrolle darüber haben. Das heißt also, wir werden als Individuen finanziell resilienter. Darum geht es auch in meinem Buch. Und dadurch, dass wir als Individuen finanziell resilienter werden und damit andere Leute sozusagen anstecken und immer mehr Menschen finanziell resilient werden oder resilienter – muss ja gar nicht 100 % sein, ein Stück weit reicht ja schon –
00:22:47: so festigen wir die Demokratie, weil wir eben nicht aus Angst handeln, sondern weil wir ganzheitlicher, rationaler an die Dinge rangehen können und vielleicht auch mehr Zeit und Energie haben und auch mehr Selbstbewusstsein haben, die Dinge vielleicht noch mal ein bisschen anders zu hinterfragen. Ja, und auch über den Tellerrand hinauszuschauen. Das hatte ich in der Podcastfolge mal gesagt.
00:23:10: Und deswegen bin ich auch so total dankbar für das, was ich hier machen darf
00:23:13: mit Madame Moneypenny, und für diese Bewegung, die ihr, ja, die jede Einzelne von euch weiterträgt und mitträgt. Weil wir fangen beim Individuum an, aber es schlägt so viel größere Wellen. Und was kann uns heiliger sein dieser Tage als eben unsere Demokratie? Also lasst uns dafür sorgen, dass viele, viele, viele, viele Menschen
00:23:30: finanziell noch viel besser aufgestellt sind, da mehr Sicherheit bekommen, finanziell resilienter werden.
00:23:35: Es ist das Richtige für unsere Demokratie. Und wenn du dir jetzt vielleicht nach dieser ganzen Woche, dem Auf und Ab und auch den Werten und so weiter, die USA immer angeschaut hast und denkst: Moment, wie viel KI und wie viel USA stecken eigentlich jetzt genau in meinem Depot? Dann habe ich da absolut was für dich, und zwar mein Online-Training „KI verändert alles – auch dein Depot“.
00:23:54: Dafür kannst du dich jetzt noch anmelden. Es geht genau um die angrenzenden Fragen: Wie kannst du in KI investieren? Und das wollen wir auch, weil wir wollen die Rendite mitnehmen, aber ohne zu viel einzugehen und ohne dich komplett abhängig von den USA und ein paar, fünf, sechs Unternehmen zu machen. Und wir schauen auch noch mal ein bisschen tiefer rein:
00:24:12: Ist das jetzt eigentlich eine Blase oder nicht? Termine:
00:24:14: Freitag, 6. November, Sonntag, 8. November, Montag, 9. November, jeweils um 11 und um 20 Uhr. Kostet alles nüscht. Den Link findest du in den Shownotes.
00:24:23: Das Online-Training kommt zu genau der richtigen Zeit mit genau den richtigen Inhalten. Es wird euch sehr, sehr weiterhelfen in genau diesen Fragen.
00:24:31: Und wenn euch diese Folge geholfen hat, schickt sie gerne einer Freundin weiter, die gerade vielleicht ein bisschen nervös aufs Depot schaut oder die vielleicht ein bisschen Einordnung, ein bisschen Haltung braucht. Und abonniert natürlich auch super gern diesen Podcast. Dann bekommst du auch solche Sonderfolgen zu brandaktuellen Themen immer direkt mit rein. Und wir haben zu der ganzen Midterms-Geschichte und so weiter auch noch einiges an Content auf Instagram.
00:24:54: Ja, [unverständlich] hat dazu auch ein tolles Video aufgenommen. Also wenn ihr da noch ein bisschen tiefer reingehen wollt, schaut auch gerne bei Instagram vorbei. Ja, wir versuchen jeden Kanal so gut zu bedienen, dass ihr rundum alle Infos und alle Einordnung habt.
00:25:07: Also, in diesem Sinne: Ich hoffe, ihr konntet was mitnehmen, und wir sehen uns dann auch hoffentlich im Online-Training.
00:25:14: Darauf freue ich mich. Bis dann.
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